Die häufigsten Fehler beim Grundstückkauf

26.07.2018 - Tipps von Tenant24

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Der Kauf des Grundstücks ist der erste greifbare Schritt auf dem Weg zum eigenen Haus. Doch die meisten von uns kaufen nur einmal in ihrem Leben ein Grundstück. Deshalb fehlt den Käufern oft die Erfahrung und das Wissen, worauf sie achten sollten. Tenant24 hilft dir, die häufigsten Fehler beim Grundstückskauf zu vermeiden.

Qualität des Baugrunds

Lassen Sie sich vor dem Kauf ein Bodengutachten aushändigen, sofern es eines gibt. Wenn nicht, empfehlen wir Ihnen ein Bodengutachten anfertigen zu lassen. Hier werden Bodenproben entnommen und überprüft. Die Kosten dafür liegen bei etwa 500€. Tipp: Die Kosten können Sie sich eventuell mit dem Verkäufer teilen. Vorteil eines Bodengutachtens ist die bessere Kalkulation des Gesamtprojektes.

Ist die Erschließung gesichert?

Viele Leute denken, dass wenn ein Grundstück an einer Straße liegt, dieses auch erschlossen sei. Doch manchmal täuscht der Eindruck. Es kann sein, dass zum Beispiel der Abwasserkanal, die Versorgungsleitungen oder die Telekomleitungen einige Meter vom Grundstück entfernt sind. Dies kann Ihnen die komplette Finanzierung kaputt machen. Daher erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob in dem angegebenen Grundstückskaufpreis die Erschließungskosten bereits enthalten sind. Wenn nicht, ist dieser wichtige Punkt mit dem Verkäufer bzw. Immobilienmakler zu klären. Ggf. übernimmt der Verkäufer die Erschließungskosten und legt diese auf den Kaufpreis um. Grundstücke, welche von der Kommune angeboten werden, enthalten bereits die Erschließungskosten.

Größe des Grundstücks

Die Größe sowie die Form des Grundstücks bestimmen die Größe des Hauses, welches gebaut werden soll. Auch die spätere Gartengestaltung und die damit verbundene Gartenarbeit sind nicht zu unterschätzen. Aber auch die in diesem Zusammenhang entstehenden Kosten. Denn Sie zahlen einmalig eine Grunderwerbsteuer, die von Bundesland zu Bundesland zwischen 4,5% und 6,5% vom Grundstückskaufpreis beträgt. Vorsicht! Wenn Sie vom Bauträger das Grundstück mit Haus erwerben, zahlen Sie auf den Gesamtkaufpreis die Grunderwerbsteuer! Also wenn es möglich ist, zwei Verträge (Grundstückskaufvertrag und Werkvertrag) abschließen.

Lage des Grundstücks

Jeder Immobilienspezialist weiß, dass es nichts Wichtigeres gibt als die Lage, die Lage, die Lage. Alle Banken bewerten ein Grundstück bzw. die zum Kauf stehende Immobilie zunächst immer nach der Lage. Ein ländliches Baugrundstück wird in dem Fall niedriger bewertet als ein innerstädtisches Grundstück. Somit ist die Lage nicht nur für Sie wichtig, sondern auch für die Banken entscheidend, ob Sie den Kredit vergeben oder nicht. Achten Sie auf die Infrastruktur. Wo ist der nächste Supermarkt? Gibt es eine Bushaltestelle in der Nähe? Befinden sich Kindergärten oder Schulen im Umkreis? Gibt es Lärmquellen wie z.B. eine Autobahn, Flughafen, Bahngleise? Auch der Bau an Gewässern (See, Fluss, Sumpfgebiet) kann richtig teuer werden. Denn wenn Sie mit Keller bauen, muss meist mit Wanne gebaut werden und die Folgekosten wie feuchte Keller oder Überschwemmungen sind vorprogrammiert. Somit wird auch Ihr späterer Versicherungsschutz höher eingestuft. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Besonnung des Grundstücks.

Kostenfallen bei den Kaufnebenkosten

Beim Kauf eines Grundstücks fallen folgende Kosten an: Zunächst die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland zwischen 4,5% und 6,5% vom Kaufpreis liegt. Hinzu kommen noch Notar- und Gerichtskosten, die man bei der Kalkulation nicht vergessen sollte. Wenn ein Makler im Spiel ist, kommt noch eine Provision zwischen 3% und 6% (wieder abhängig vom Bundesland) hinzu. Vorsicht bei eventuellen Vermessungskosten! Hier zahlen Sie zweimal. Erstvermessung des Grundstücks und Zweitvermessung bei Fertigstellung des Hauses. Gesamtkosten von ca. 1.500€. Die Zweite Einmessung erfolgt für das Katasteramt um einen Lageplan mit Immobilie darstellen zu können.

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